Was ist der Unterschied zwischen "Content Hosting" und einer "Presell Page"?
Im alltäglichen Sprachgebrauch des Internets werden die beiden Begriffe "Content Hosting" und "Presell Page" oft als Synonyme gebraucht und kein Unterschied im Sinngehalt gemacht.
Da es in der Praxis jedoch beträchtliche Unterschiede gibt, erscheint eine Erläuterung und Abgrenzung sinnvoll:
Content Hosting:
Hochwertiger Webseiten-Inhalt (Content) wird als themenrelevanter Originalartikel auf der Website eines Gastgebers (Host) eingebunden.
Die natürlich im Text eingebundenen Links verweisen offensichtlich auf den Urheber (Autor) des Artikels.
Der Autor veröffentlicht sein Profil (Name, Anschrift etc.) in der Content Hosting Tauschbörse.
Obwohl das Internet ein sehr schnelllebiges Medium ist, benötigen Veränderungen Zeit. Dies gilt vor allem für das Ranking in den Suchmaschinenergebnissen. Deswegen wird im Content Hosting der Webseiten-Inhalt (Content) nicht nur auf kurze Zeit getauscht, sondern auf viele Monate und Jahre.
Welcher Webmaster würde ohne Grund seinen guten Webseiten-Inhalt (Content) ständig wechseln? Deshalb legen Suchmaschinen größten Wert auf Nachhaltigkeit.
Presell Page:
Zu deutsch "Vorverkaufsseite". Wie bei Content Hosting wird Webseiten-Inhalt auf einer Gastgeber-Website eingebunden. Bei Besuch der Presell Page soll der Internetnutzer eingestimmt und in eine "Vorkaufsfreude" versetzt werden. Die Links der Presell Page verweisen zur Website, auf der der Kaufabschluss vollzogen werden soll.
Die Platzierung einer Presell Page erfolgt ausschließlich gegen Bezahlung eines auf Zeit vereinbarten Mietpreises. Die beteiligten Parteien vereinbaren Geheimhaltung und werden nicht öffentlich genannt. Die Geheimhaltung erscheint für Presell Pages zwingend notwendig, da alle daran Beteiligten eine Abstrafung wegen des Kaufs bzw. Verkaufs von bezahlten Links ("paid links") befürchten.
Im englischen Sprachgebrauch kursiert für diese Vorgehensweise der Ausdruck "below the radar", also "unter dem Radar" der Suchmaschinenbetreiber bleiben und die Namen der Beteiligten strikt geheim halten.
Weitergehende Informationen zum Thema bezahlte Links ("paid links") finden sich im folgenden englischen Interview mit Matt Cutts von Google:
www.mattcutts.com/blog/how-to-report-paid-links/
|